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Definition Discounted Cash Flow (DCF)

Bewertungsverfahren, bei dem die vorausgesagten zukünftigen Zahlungsströme eines Unternehmens mit einem festgelegten Zinssatz zum Bewertungsstichtag abgezinst werden.

Definition Factoring

Factoring beschreibt den Verkauf kurzfristiger Forderungen eines Unternehmens an eine externe Partei wie z. B. ein Kreditinstitut oder ein Spezialinstitut (der sogenannte "Factor"). Das Factoring wird zum Zwecke der Beschaffung kurzfristiger Liquidität verwendet, ist allerdings mit Gebühren verbunden.

Definition Distressed M&A

Unternehmenskäufe und -verkäufe, die aufgrund einer Liquiditätskrise oder sonstigen Problematiken unter zeitlichem Druck und Mitsprache von weiteren Stakeholdern vorangetrieben werden müssen. Es ist eine deutlich schnellere Abwicklung notwendig und einzelne Prozessschritte werden parallel angestoßen sowie bearbeitet. Gesetzliche Regelungen wie die Insolvenzordnung werden bedeutsam und die Sicherung der Werte des Krisenunternehmens rückt in den Vordergrund. Für Käufer bedeutet diese Situation zumeist, auf vergleichsweise günstigem Weg an Technologien sowie qualifizierte Mitarbeiter zu gelangen bzw. Marktzugang zu erhalten.

Definition Financial Performance Management

Financial Performance Management analysiert die Finanzsituation des Unternehmens, schafft Transparenz nach innen und außen, definiert Handlungsfelder, erstellt Planungsinstrumente und definiert Kennzahlensysteme. Ein Finanzcontrolling einschließlich der Reportingsystematik gehört ebenso dazu.

Definition Due Diligence 

Bei einer Due Diligence handelt es um die sorgfältige Prüfung sowie Analyse der Gesamtsituation eines Unternehmens im Zuge eines Kauf- bzw. Verkaufsprozesses für einen Mandanten. Dabei werden die finanziellen, steuerlichen, rechtlichen sowie wirtschaftlichen Verhältnisse intensiv durch ein professionelles Beratungsunternehmen im Auftrag des Mandanten geprüft, um eine belastbare Aussage zur Situation des Unternehmens treffen zu können. Das dient z.B. der Absicherung eines geplanten Kaufpreises bei einem Unternehmensverkauf. Bestandteile sind immer die

- Financial Due Diligence (Finanzthemen)
- Business Due Diligence (Produktthemen, Marktthemen)
- Tax Due Diligence (Steuerthemen)
- Legal Due Diligence (Rechtsthemen)

Definition Goodwill

Immaterieller Vermögenswert, der entsteht, wenn ein Unternehmen ein anderes erwirbt. Die Höhe des sogenannten Goodwills ergibt sich aus den Anschaffungskosten für das gekaufte Unternehmen abzüglich des Marktwertes der Sachanlagen, der identifizierbaren immateriellen Vermögenswerte und zum Erwerbszeitpunkt vorliegenden Verbindlichkeiten. Der Wert der Marke eines Unternehmens, eine solide Marktposition, gute Kundenbeziehungen, gute Mitarbeiterbeziehungen und proprietäre Technologie fließen zum Beispiel in den Goodwill ein.

Definition Earn-Out-Klausel

Definiert einen Anteil des Kaufpreises, der erst zu einem späteren Zeitpunkt und nur im Erfolgsfall bezahlt wird. Der Erfolgsfall wird zu Vertragsbeginn definiert und kann bestimmte Ertragsziele oder sonstige Meilensteine des Zielunternehmens beinhalten.

Definition Holding-Gesellschaft

Unternehmensgruppe, deren Zweck in der Beteiligung an Unternehmen und ihrer operativen Verknüpfung zum Zwecke der Hebung von Synergien oder Vertriebspotentialen liegt. Besonders im Mittelstand treten immer mehr Unternehmensholdings als strategische Investoren auf und bieten so für viele Unternehmen mit Liquiditätsproblemen eine große Chance.